Ortsgemeinde Reichweiler
 
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Willkommen in Reichweiler

Vorstellung

Reichweiler heute

Reichweiler ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Kusel, Kreis Kusel, Rheinland-Pfalz. Es liegt auf etwa 400 m ü.n.N. an der Grenze zu Saarland, am Fuße der "Preußische Berge" und hat einen direkten Autobahn-Anschluß (A62, Ausfahrt Nr. 6 "Reichweiler"). 133 ha der Gemarkung bestehen aus Wald. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 550 (556 am 31.12.2021). An örtlichen Einrichtungen sind vorhanden: Dorfgemeinschaftshaus, Kinderspielplätze, Sportplatz, Tennisplätze und schöne Dorfbrunnen. Es besteht ein sehr reges Vereinsleben. Im August 1995 feierte die Dorfbevölkerung unter großer Beteiligung der Vereine ihre 725-jährige Ersterwähnung. Das 750-Jährige Jubiläum is wegen der Corona-Pandemie leider ausgefallen. Der höchste Berg im Landkreis Kusel ist der Große Keufelskopf auf der Gemarkung Reichweiler (585 m). Von den Höhen aus hat man eine herrliche Aussicht. Der Fernmeldeturm auf dem 580 m hohen Keufelskopf überragt mit seinen 137,5 m Höhe weithin die Landschaft. Erwähnenswert sind noch die guten Wandermöglichkeiten in Wald und Flur mit Ruhebänken zum Keufelskopf und Herzerberg.

Zeugen der Vergangenheit sind die auf der Gemarkung der Gemeinde befindlichen Überreste eines römischen Mithrastempels, eine der ältesten Kulturstätten unserer Heimat. Das in eine Felsenwand aus rotem Sandstein eingehauene Relief bildete einst die Rückwand eines Tempels, in dem die Gläubigen den Mysterien des Mithras huldigten; einer persischen Gottheit, die als Licht- und Fruchtbarkeitsgott eine Mittlerstellung einnahm zwischen dem Prinzip des Guten und der Welt. Vornehmlich war es das römische Heer, in dem diese Religion sich ausbreitete, und römische Soldaten dürften es auch gewesen sein, die sie in unsere Gegend brachten.

Name

Richwiler, Richwilre, Reichweiler (= Weiler des Richo) war ursprünglich Besitz der Grafen von Blieskastel und wurde 1273 von der Gräfin Elisabeth von Blieskastel und Bitsch dem Kloster Werschweiler mit allem Zubehör geschenkt. Soweit läßt sich die Geschichte des Ortes zurück verfolgen. Nach Aufhebung des Klosters Werschweiler wurde Reichweiler 1559 dem Oberamt Lichtenberg zugegliedert. Nach der französischen Revolution gehörte das Dorf zur Mairie Burglichtenberg im Kanton Kusel, in der folgenden Coburger Zeit zur Bürgermeisterei Burglichtenberg des Kanton Baumholder.

Wappen

Von Silber und Rot geteilt, oben ein wachsender, rotbewehrter und -bezungter, blauer Löwe, unten eine runde, goldene Scheibe, darin ein schwarzer Dolch über einem Paar schwarzer Stierhörner.

Das Wappen stellt im oberen Feld auf einem silbernen Grund den wachsenden blauen Veldenzer Löwen mit roter Zunge und roten Krallen dar. Reichweiler gehörte für kurze Zeit der Grafschaft Veldenz an. Wie alle Gemeinden des "Amtes Burglichtenberg in Berschweiler", damals Kreis Birkenfeld, trägt auch Reichweiler dieses Symbol im Wappen. Im unteren Feld ist auf rotem Grund symbolisch durch ein Schwert, das auf die Stierhörner zeigt, das Mithrasdenkmal in einem goldfarbenen Kreis (Symbol des Sonnengottes im Mithrasdenkmal) dargestellt.